Photo: ©Herbert Wieser

Die Künstlerin Kerstin Bennier (°1976, Salzburg, Österreich) lässt sich am ehesten in den Bereichen Konzeptkunst und im weitesten Sinne auch in der Bildhauerei einordnen.

Benniers Arbeiten basieren auf ihrer subjektiven Wahrnehmung von Ereignissen und Begegnungen in ihrem Leben. Daraus entwickelt sie die Konzepte, die den Installationen und Objekten zu Grunde liegen. In ihrer Kunst schafft sie Räume und Bühnenbilder, in denen sie sich selbst inszeniert, Objekte, die mit der Wahrnehmung der Worte spielen. Meist ist dabei der erste Eindruck fast lieblich, erst bei genauerer Betrachtung machen die Arbeiten nachdenklich. Sie sagt selbst: „Ich möchte im Betrachter Emotionen auslösen. Wenn ich es mit meinen Werken schaffe, auch nur bei einer einzigen Person positive oder negative Reaktionen hervorzurufen, dann habe ich diese Person berührt und damit mit meiner Arbeit erreicht, was ich wollte.“

Ihre Hauptthematik in der künstlerischen Auseinandersetzung ist seit einigen Jahren „die andere Seite…“. Jede Frage erlaubt mindestens zwei unterschiedliche Betrachtungsweisen – und diese zu durchleuchten und zu reflektieren ist lohnend, die Auseinandersetzung mit ihnen erlaubt neue Ansätze und fließt in die Schaffung neuer Arbeiten ein.

Benniers Arbeiten aus den letzten Jahren greifen großteils auf textile Materialien zurück – einerseits wegen thematischer Affinitäten, andererseits kann die Künstlerin hier auf ihre Erfahrungen als Kostüm- und Bühnenbildnerin zurückgreifen und die schier endlosen Möglichkeiten dieses Materials nutzen. Grundsätzlich lässt sie sich aber durch die Materialität in Ihrer Arbeit keine Grenzen setzen. Die Materialauswahl erfolgt jeweils nach Kriterien, die sich die Arbeit selbst auferlegt.

Kerstin Bennier lebt und arbeitet zurzeit in Wien.


The artist Kerstin Bennier (°1976, Salzburg, Austria) can best be categorized in the fields of conceptual art and, in the broadest sense, sculpture.

Bennier's works are based on her subjective perception of events and encounters in her life. From this she develops the concepts underlying the installations and objects. In her art she creates spaces and stage sets in which she stages herself, objects that play with the perception of words. Usually the first impression is almost sweet, only on closer inspection the works make you think. She says herself: "I want to trigger emotions in the viewer. If I manage with my works to evoke positive or negative reactions in even a single person, then I have touched this person and thus achieved what I wanted with my work.”

For some years now, her main theme in the artistic debate has been "the other side...". Every question allows at least two different ways of looking at things - and it is worthwhile to examine and reflect on them; the examination of them allows new approaches and flows into the creation of new works.

Bennier's works from the last few years largely make use of textile materials - on the one hand because of thematic affinities, on the other hand the artist can draw on her experience as a costume and stage designer and use the almost endless possibilities of this material. Basically, however, she does not allow herself to set any limits through the materiality in her work. The choice of material is always based on criteria that the work imposes upon itself.

Kerstin Bennier currently lives and works in Vienna.